Die Frage nach der Maklerprovision ist eine der ersten, die Käufer auf Mallorca stellen. Und die Antwort überrascht viele: In Spanien zahlt traditionell der Verkäufer die Provision — nicht der Käufer. Aber wie bei vielen Dingen in der Immobilienwelt ist die Realität etwas nuancierter.
Wer zahlt die Provision auf Mallorca?
Das gängigste Modell auf Mallorca: Der Verkäufer beauftragt die Agentur und zahlt die Provision aus dem Erlös. Für den Käufer fällt keine zusätzliche Gebühr an — er zahlt den vereinbarten Kaufpreis, und der Makler erhält seinen Anteil davon. Das unterscheidet sich von manchen deutschen Märkten, wo die Provision hälftig aufgeteilt wird.
Was das praktisch bedeutet: Die Provision ist im Angebotspreis eingepreist. Wenn ein Objekt für 1,5 Millionen Euro angeboten wird und der Makler 5 % Provision erhält, berechnet der Verkäufer seinen Nettowunsch entsprechend. Als Käufer zahlt man also indirekt die Provision — aber nicht als separate Rechnung.
Wie hoch ist die Provision auf Mallorca?
Die Provision auf Mallorca ist nicht gesetzlich geregelt — jede Agentur legt sie selbst fest. Im Markt üblich sind Sätze zwischen 5 und 6 % des Kaufpreises, netto plus MwSt. Manche Agenturen arbeiten mit Fixgebühren oder abgestuften Sätzen. Im Luxussegment und bei Off-Market-Transaktionen gibt es individuelle Vereinbarungen.
Was in der Praxis passiert: Der Käufer verhandelt den Kaufpreis. Die Provision ist intern zwischen Verkäufer und Agentur vereinbart. Wer als Käufer versucht, die Provision direkt zu verhandeln, verhandelt am falschen Ende — der richtige Hebel ist der Kaufpreis selbst.
Was ist mit Kooperationen zwischen Agenturen?
Auf Mallorca ist es üblich, dass mehrere Agenturen dasselbe Objekt anbieten — mit Genehmigung des Verkäufers. In diesem Fall teilen die beteiligten Agenturen die Provision. Für den Käufer ändert sich dadurch nichts: Er zahlt denselben Preis, unabhängig davon, über welche Agentur er kauft.
Was das für die Wahl der Agentur bedeutet: Es ist irrelevant, welche der kooperierenden Agenturen das Objekt zuerst inseriert hat. Was zählt, ist die Qualität der Begleitung — wer erklärt, wer begleitet, wer im Notfall ansprechbar ist.
Gibt es eine Käuferprovision?
In manchen Märkten — und in manchen spezifischen Situationen auf Mallorca — gibt es Agenturen, die explizit als Käufervertreter auftreten und dafür eine separate Gebühr berechnen. Das ist die sogenannte Buyers Agent-Struktur. Das Modell ist auf Mallorca noch nicht weit verbreitet, kommt aber vor — besonders bei Off-Market-Suchen oder bei Käufern, die eine intensive Begleitung wollen und bereit sind, dafür direkt zu zahlen.
Du fragst dich, wie die Provision bei einem konkreten Objekt geregelt ist? Schreib uns — wir legen offen dar, wie wir arbeiten und was die Provisionssituation im jeweiligen Fall ist.
Rechtlicher Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben. Gesetze, Vorschriften und Marktbedingungen können sich jederzeit ändern. Wir empfehlen, vor jeder Entscheidung einen spezialisierten Rechtsanwalt, Steuerberater oder Architekten vor Ort zu konsultieren. Villas y Fincas Mallorca verfügt über ein Netzwerk erfahrener Fachleute im Südosten Mallorcas und stellt auf Wunsch gerne den Kontakt her.