Was passiert, wenn man als Eigentümer auf Mallorca seine Steuern nicht zahlt? Das ist eine Frage, die wir häufiger hören, als man denkt — meistens nicht als Plan, sondern aus Unwissenheit: Viele Eigentümer wissen schlicht nicht, was sie zahlen müssen. Hier ist die nüchterne Antwort.
Was Nicht-Residenten zahlen müssen
Als Nicht-Resident mit Immobilie in Spanien hat man jährliche Steuerpflichten: das Modelo 210 auf die fiktive Mietrente (auch bei Eigennutzung), die Vermögenssteuer wenn der Freibetrag überschritten wird, und den IBI — die kommunale Grundsteuer. Diese Pflichten entstehen automatisch mit dem Kauf und enden erst mit dem Verkauf.
Wer diese Steuern nicht erklärt und nicht zahlt, hat keine Möglichkeit, das dauerhaft zu verbergen. Der Kauf ist im Grundbuch eingetragen, das Grundbuch ist mit dem Kataster verknüpft, das Kataster liefert Daten an die Steuerbehörden. Der IBI kommt per Post — an die eingetragene Adresse. Wer nichts unternimmt, häuft Rückstände an.
Was die Agencia Tributaria tut
Die spanische Steuerbehörde ist keine passive Institution. Sie hat Zugriff auf Grundbuch- und Katasterdaten und gleicht regelmäßig ab, welche Eigentümer ihren steuerlichen Pflichten nicht nachkommen. Wer mehrere Jahre das Modelo 210 nicht eingereicht hat, erhält früher oder später einen Bescheid — mit der ausstehenden Steuer, Zinsen für den Verzugszeitraum, und einem Zuschlag für die Verspätung.
Die Zinsen in Spanien bei Steuerverzug liegen im gesetzlich geregelten Bereich und akkumulieren sich mit den Jahren. Wer fünf Jahre lang das Modelo 210 ignoriert hat, zahlt am Ende erheblich mehr als die ursprüngliche Steuerschuld.
Was bei nicht gezahltem IBI passiert
Der IBI ist eine kommunale Steuer, die das Ayuntamiento einzieht. Wer ihn nicht zahlt, erhält Mahnungen — zunächst mit moderaten Zuschlägen, dann mit höheren. Im äußersten Fall kann das Ayuntamiento eine Grundschuld auf die Immobilie eintragen und im Rahmen eines Zwangsvollstreckungsverfahrens vorgehen. Das passiert selten, aber es passiert.
Was beim Verkauf relevant wird
Wer eine Immobilie verkaufen will, muss beim Notartermin nachweisen, dass keine steuerlichen Schulden gegenüber dem Ayuntamiento bestehen. Das Zertifikat der Steuerfreiheit (certificado de estar al corriente de pago) ist Pflichtbestandteil des Notartermins. Wer jahrelange Rückstände hat, stößt hier auf ein Problem — mitten im Verkaufsprozess.
Was man tun sollte
Wer nicht sicher ist, ob alle Steuern korrekt erklärt und bezahlt wurden: Jetzt klären, nicht warten. Ein Gestor kann innerhalb kurzer Zeit den steuerlichen Status einer Immobilie prüfen und etwaige Rückstände identifizieren. Freiwillige Nachzahlung ist in fast allen Fällen günstiger als eine behördlich ausgelöste Nachforderung.
Du bist dir nicht sicher, ob deine Steuerpflichten als Eigentümer auf Mallorca alle erfüllt sind? Schreib uns — wir können dich mit einem Gestor verbinden, der das schnell und diskret klärt.
Rechtlicher Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben. Gesetze, Vorschriften und Marktbedingungen können sich jederzeit ändern. Wir empfehlen, vor jeder Entscheidung einen spezialisierten Rechtsanwalt, Steuerberater oder Architekten vor Ort zu konsultieren. Villas y Fincas Mallorca verfügt über ein Netzwerk erfahrener Fachleute im Südosten Mallorcas und stellt auf Wunsch gerne den Kontakt her.