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Mallorca-Haus steht leer im Winter: Die ehrliche Checkliste vor der Abreise

Mallorca-Haus steht leer im Winter: Die ehrliche Checkliste vor der Abreise

Ende Oktober schließt du dein Haus auf Mallorca ab und fliegst zurück nach Deutschland. Für vier, fünf oder sechs Monate. Was du in den letzten zwei Tagen vor der Abreise tust – oder eben nicht tust – entscheidet darüber, was dich im April erwartet, wenn du zurückkommst. Wir geben dir die ehrliche Liste, die wir auch unseren eigenen Kunden ans Herz legen.

Eine Mallorca-Immobilie überlebt einen mallorquinischen Winter problemlos – wenn man ein paar Dinge bedenkt. Ohne diese Vorbereitung sind die typischen Schäden, die wir nach der Wintersaison sehen, fast immer dieselben: Wasserrohrbrüche durch eingefrorene Leitungen (ja, auch im Südosten kommt das vor), Schimmel durch fehlende Belüftung, geplatzte Pool-Technik, ungeöffnete Behördenbriefe mit Mahnungen, kaputte Dachziegel nach den ersten Herbststürmen, die niemandem auffallen.

Wasser: der wichtigste Punkt überhaupt

Die häufigste Winterursache für teure Schäden sind Wasserprobleme. Im Südosten friert es selten richtig, aber es kommt vor – besonders in Januar- oder Februarnächten in den höher gelegenen Gemeinden im Inland. Eine geplatzte Leitung in einem leeren Haus bedeutet, dass das Wasser tagelang läuft, bevor jemand etwas merkt.

Die einfache Lösung: Hauptwasserhahn vor der Abreise schließen. Punkt. Wer ganz sichergehen will, lässt zusätzlich die Leitungen entleeren – das ist mehr Aufwand, aber bei Fincas mit komplexer Außeninstallation sinnvoll. Wer einen Pool hat, sollte die Pool-Technik fachgerecht winterfest machen lassen, das ist keine Heimwerker-Arbeit, sondern ein Job für jemanden, der weiß, was er tut.

Boiler abschalten oder zumindest auf das Minimum drehen. Gas absperren, falls vorhanden. Klingt selbstverständlich, wird aber regelmäßig vergessen.

Strom: nicht alles ausschalten

Der häufige Reflex deutscher Eigentümer: alle Sicherungen raus, alles aus, fertig. Falsche Idee. Du brauchst Strom für ein paar Dinge: für eine eventuelle Alarmanlage, für eventuelle Überwachungskameras, für die Pool-Steuerung (falls du den Pool nicht komplett entleerst), für einen Luftentfeuchter, falls Schimmel ein Thema ist, und für die Tiefkühltruhe, falls du sie nicht leerst.

Was du wirklich abschalten kannst: alle Stand-by-Geräte, Router, Boiler, Fernseher, alles, was nicht laufen muss. Was du nicht abschalten solltest: die Sicherungen, die für die obigen Funktionen zuständig sind. Frag im Zweifel deinen Elektriker – ein einmaliger Termin mit einer klaren Liste, was an und was aus bleibt, ist Gold wert.

Belüftung und Schimmel

Mal ehrlich: Mallorquinische Häuser sind nicht für deutsche Winterstandards gebaut. Viele alte Fincas und Dorfhäuser haben dünne Wände, einfache Verglasung, schlechte Isolierung. Wenn die feuchte Winterluft drei Monate lang in einem geschlossenen Haus steht, entsteht Schimmel – nicht weil das Haus schlecht ist, sondern weil so ein Haus eigentlich gelüftet werden will.

Zwei realistische Optionen. Erstens: Jemand vor Ort, der das Haus alle zehn bis vierzehn Tage öffnet, eine halbe Stunde lüftet und nach dem Rechten sieht. Genau das machen Property-Management-Dienste, und für Häuser, in denen niemand wohnt, ist das in der Regel die sauberste Lösung. Zweitens: ein guter elektrischer Luftentfeuchter, der durchläuft. Funktioniert, kostet etwas Strom, ersetzt aber nicht die menschliche Kontrolle, denn ein Luftentfeuchter merkt nicht, wenn auf dem Dach ein Ziegel fehlt.

Außenbereich, Dach, Garten

Vor der Abreise: Garten- und Terrassenmöbel reinholen oder zumindest abdecken und sichern. Im Südosten gibt es im Winter Stürme, die Liegen über die Mauer wehen und Sonnenschirme zu Geschossen machen. Nicht abergläubisch, sondern Erfahrung.

Dach kontrollieren oder kontrollieren lassen, bevor du gehst. Lockere Ziegel sind im Sommer harmlos – im November-Sturm sind sie der Anfang eines Wasserschadens, der bis zur Decke geht. Regenrinnen und Abflüsse reinigen. Bäume zurückschneiden, falls Äste über das Dach hängen.

Garten und Pflanzen: Wer im Frühling einen lebendigen Garten wiederfinden will, braucht entweder eine Bewässerungsautomatik (die dann auch wirklich funktioniert, kontrolliert und im Notfall jemand erreicht) oder jemanden, der ein- oder zweimal im Monat vorbeikommt. Auch hier: Property Management.

Post, Behörden, Lastschriften

Der Punkt, der die meisten überrascht: Während du in Hamburg sitzt, kommt Post. Müllgebührbescheid, IBI-Erinnerung, Brief vom Catastro, Mahnung vom Stromanbieter wegen einer angeblichen Differenz. Wenn niemand diese Post öffnet, kommen drei Monate später Mahnungen mit Aufschlag – und du erfährst davon, wenn die Lastschrift abgelehnt wird, weil eine Frist verpasst wurde.

Die saubere Lösung: Alle wiederkehrenden Zahlungen per Lastschrift einrichten lassen, bevor du gehst. Den Briefkasten regelmäßig leeren lassen – wieder Property Management oder ein zuverlässiger Nachbar. Und einen Gestor haben, der bei der spanischen Steuerbehörde als Zustellungsbevollmächtigter eingetragen ist, sodass amtliche Briefe direkt zu ihm gehen, nicht in deinen leeren Briefkasten.

Sicherheit – ohne Paranoia, aber mit Verstand

Die Wahrheit über Einbrüche im ländlichen Südosten: Sie sind nicht so häufig, wie der deutsche Stammtisch oft glaubt, aber sie kommen vor – und leerstehende Häuser sind ein bekanntes Ziel. Was wirklich hilft: das Haus nicht offensichtlich leerstehen lassen. Lichter mit Zeitschaltuhren, Rollläden nicht alle dauerhaft heruntergelassen, ein Auto, das ab und zu in der Einfahrt steht (Property Management), Nachbarn, die Bescheid wissen.

Eine Alarmanlage ist sinnvoll, wenn sie tatsächlich überwacht wird – nicht eine, die nur einen Alarm in einem leeren Haus losbrüllen lässt, den niemand hört. Sicherheitsfirmen mit Anbindung an die Guardia Civil arbeiten im Südosten zuverlässig. Welche genau zu deiner Immobilie passt, ist eine Frage der konkreten Lage und Größe – und ein Punkt, den dein Property Manager mit dir durchgehen sollte.

Die ehrliche Bilanz

Aus zwanzig Jahren Erfahrung im Südosten wissen wir: Die Eigentümer, die im April ohne böse Überraschung zurückkommen, haben fast immer dasselbe gemeinsam – sie haben jemanden vor Ort, der sich kümmert. Nicht ständig, aber regelmäßig. Das muss kein Vollservice sein. Es kann ein Nachbar sein, ein befreundeter Mallorquiner, ein professioneller Property Manager. Hauptsache, jemand öffnet zwischendurch das Haus, schaut nach dem Rechten und ruft an, wenn etwas nicht stimmt.

Wer das Haus komplett sich selbst überlässt und im Frühjahr zurückkommt, hat statistisch betrachtet öfter mal Pech. Nicht jedes Mal, aber oft genug, dass es sich nicht lohnt, das Risiko einzugehen.

Hast du Fragen zur Wintervorbereitung deiner Immobilie im Südosten? Wir bieten genau diesen Service seit Jahren für unsere Kunden an – Schlüsselverwaltung, Kontrollbesuche, Notfall-Erreichbarkeit. Schreib uns einfach, wir erklären dir, was zu deinem Haus passt.

Rechtlicher Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben. Gesetze, Vorschriften und Marktbedingungen können sich jederzeit ändern. Wir empfehlen, vor jeder Entscheidung einen spezialisierten Rechtsanwalt, Steuerberater oder Architekten vor Ort zu konsultieren. Villas y Fincas Mallorca verfügt über ein Netzwerk erfahrener Fachleute im Südosten Mallorcas und stellt auf Wunsch gerne den Kontakt her.

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